Wasserpfeifen und Shishas sind gesundheitsgefährdend

Vor allem für junge Menschen ist es fast normal: Sie sitzen mit ihren Freunden zusammen und rauchen gemeinsam eine Wasserpfeife. Insgesamt gaben 38 Prozent der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen in Deutschland an, bereits Shisha geraucht zu haben. Doch die Gesundheitsgefahr von Wasserpfeifen oder Shishas darf nicht unterschätzt werden, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (kurz BZgA).

Höhere Nikotinaufnahme durch Wasserpfeifen
Tabakrauch bleibt ein Giftgemisch, auch wenn er aus einer Wasserpfeife kommt heißt es von der BZgA. Dabei nimmt der Körper durch das längere Rauchen von Wasserpfeifen sogar deutlich mehr Nikotin auf als durch das Rauchen einer Zigarette. Durch einen regelmäßigen Verzehr besteht somit auch eine Suchtgefahr warnen die Gesundheitsexperten.

Giftige Inhaltsstoffe werden nicht rausgefiltert
Filterzigaretten können einige Giftstoffe vor dem Aufnahme im Körper herausfiltern. Viele Wasserpfeifenraucher glauben, dass das Wasser durch das der Rauch zieht, diese Filterfunktion ebenfalls übernehmen kann. Doch das Wasser in der Pfeife kühlt nur den Qualm, filtert aber keineswegs giftige oder krebserregende Stoffe heraus. So ist der Rauch von Wasserpfeifen zum Teil giftiger als der von filterlosen Zigaretten warnt die BZgA.

Raucherlunge auch durch Wasserpfeifen
Auf den Tabakpäckchen für Wasserpfeifen steht oftmals der Hinweis „Enthält 0 g Teer“. Doch das heißt nicht, dass beim Rauchen des Tabaks kein Teer in die Lunge gelangen kann. Der aus dem Straßenbau bekannte Teer entsteht bei der Verschwefelung des Tabaks und kann so langfristig zu Verklebungen und Verfärbungen der Lungenbläßchen führen. Mediziner sprechen dann von der „Raucherlunge“. Außerdem enthält der Rauch in vielen Fällen Giftstoffe wie Arsen, Formaldehyd oder Schwermetalle wie Blei, Chrom, Nickel und Cobalt.

Gesundheitliche Folgen nicht zu unterschätzen
Die gesundheitlichen Folgen des Shisha-Rauchens dürfen daher nicht unterschätzt werden, warnt die BZgA. Unter anderem ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko und Herzerkrankungen durch das Einatmen des Rauches sind die Folgen. Durch das Weiterreichen der Shisha können zudem Krankheiten wie Tuberkulose, Herpes und Hepatitis übertragen werden.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung; Bild: Agentur Tillmanns
 

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